Freitag, 23. Juli 2010
Qu'est-ce qu'écrire aujourd'hui?
Samstag, 22. Mai 2010
30 Jahre Pacman
Am 22. Mai 1980 brachte Namco Bandai Games Inc. das Pac-Man Arcadespiel auf den Markt. Google macht dem 30 Jahre alten Retro-Klassiker mit einer spielbaren Version auf seiner Suchstartseite seine Aufwartung, im britischen Swindon wird das Jubiläum mit einem Kostümfest begangen und in Karlsruhe wird misstrauisch gefragt, ob das Spiel überhaupt noch bekannt sei. Adam Cadre steuerte 2001 für die von ihm organisierte IF Arcade eine Interactive Fiction-Version bei. Dem setzte der Wiener Norbert Landsteiner noch mit einer grafischen Textadventure-Version eins drauf, bei der man sich mit den Geister auch noch unterhalten kann: »Our ghosts enjoy a little chat.« Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag für ein Spiel, das mich mehrere Monate meines Lebens kostete!Mittwoch, 19. Mai 2010
Lernen mit Interactive Fiction
IF-Theoretiker Nick Montfort wirft erneut die Frage auf, wie und wo Interactive Fiction in der höheren Schulbildung verwendet wird. Außer dem Educational Gaming Commons-Projekt EGC Paper Chase der Pennsylvania State University vom April 2010, das in die Ursprünge moderner Computerspiele einführt, scheint in den vergangenen beiden Jahren nicht viel passiert zu sein. Außer in Deutschland."Lernen mit Interactive Fiction" vollständig lesen »
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Interview mit Nick Montfort
Nick Montfort lehrt Digitale Medien am MIT, ist selbst Interactive Fiction-Autor und gehört zu deren bekanntesten Theoretikern. 2005 veröffentlichte er ein Buch dazu: Twisty Little Passages: An Approach to Interactive Fiction. Derzeit arbeitet er an einem eigenen Autorensystem, das sich von den bestehenden durch einen semantischen Parser für Texteingaben unterscheidet. Im Examiner ist heute ein Interview mit Nick Montfort erschienen.
Sonntag, 27. Dezember 2009
Die einflussreichsten Spiele aller Zeiten
Welche zehn Spiele von kulturellem und historischem Wert soll die Library of Congress für die Nachwelt archivieren? Ein hochrangiges Komitee, dem auch Infocom-Gründer Steve Meretzky angehörte, erstellte dafür einen Game Canon, den sich Zach Walen mit seinen Studenten im Herbst 2009 genauer ansah. Dessen Top 10 weicht erheblich von der offiziellen Liste ab, so scheint der kulturelle Einfluss von Zork über- und jener des Colossal Cave-Klassikers unterschätzt. Die Top 10 wird mit lesenswerten Studien über den sozialen und kulturellen Einfluss der Spiele kommentiert.Sonntag, 20. Dezember 2009
PhD-Stipendien bei Scott Rettberg
Die Universität Bergen (Norwegen), Lehrstuhl für Linguistik, Literarische und Ästhetische Studien des Digitalkultur-Spezialisten und IF-Autors Scott Rettberg hat zwei PhD-Stipendien für 2010 ausgeschrieben. Bewerbungen werden bis 31.01.2010 entgegen genommen.
Samstag, 19. Dezember 2009
Implementation in Berlin
Nick Montfort begann 2005 damit, Laternenpfähle, Mülltonnen, Geländerkonstruktionen und andere Gegenstände der urbanen Öffentlichkeit mit Etiketten zu bekleben. Sie waren insgesamt Teile eine unendlichen Geschichte namens »Implementation«, die von jedem weitererzählt werden konnte und so in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt auftauchte und nach fotografischer Archivierung zum Zwecke des Bloggens auch schnell wieder verschwand. Der amerikanisch-norwegische Digitalkultur-Experte Scott Rettberg nahm die Idee nun bei einem Ausflug nach Berlin auf und drückte seine schriftstellerischen Etiketten weniger touristischen Objekten in der Nähe trigonometrischer Punkte aus dem Reiseführer auf. Eine Diashow zeigt die digitalisierte Form der meist schon verschwundenen Mini-Flugblätter im Internet.Freitag, 4. Dezember 2009
Scratch: Spiele programmieren 4Kids
Scratch, eine legoartige Programmiersprache für Kinder
Sonntag, 29. November 2009
Dungeons & Dragons & Interaktivität
Richard Brem philosophiert in der ORF-Futurzone darüber, ob am Fernsehen schon die Fernbedienung interaktiv sei und ob Interaktivität überhaupt etwas mit der digitalen Welt zu tun habe, immerhin hat selbst ein verrosteter Polo aus den 1980er Jahren etwas von einer interaktiven Maschine. Sein Fazit ist diffus, immerhin schlägt er einen interessanten Bogen von den Dungeons & Dragons-Spielen der frühen 1980er Jahre über die digitale Spieleindustrie ins Jetzt. Dabei ist nach Meinung Schweizer Experten mit dem Durchbruch des interaktiven Fernsehens bereits in den kommenden Jahren zu rechnen, vor allem die jungen Leute zwischen 14 und 29 Jahren wenden sich vom traditionellen Einbahnstraßen-Fernsehen ab. Das Fernsehen wird sich auch nach Ansicht von ProSiebenSat.1-Chef Marcus Englert auf das Internet zubewegen und umgekehrt.Donnerstag, 26. November 2009
Naturschutz für virtuelle Welten
Sollten wir wichtige virtuelle Schöpfungen archivieren und die Geschichte der virtuellen Welten für die Nachwelt festhalten, zumal diese Kultur und Politik zu verändern beginnen? Das Projekt Preserving Virtual Worlds der University of Illinois wagt sich an einen Paradigmenwechsel im heutigen Verständnis der Konservierung von Schriften, Knochenresten, Büsten und anderen greifbaren Artefakten, an denen sich Geschichtsforscher orientieren. Das Projekt wird bereits von der Library of Congress unterstützt, der größten Bibliothek der Welt. (Englisch.)
Mittwoch, 25. November 2009
Essay über Adventures und Interactive Fiction
Ist es Literatur, Film, Spiel? Die schwedische Bachelor-Arbeit "The Dig - Die grafischen Abenteuerspiele" setzt sich mit Adventures, Interactive Fiction, Spielbüchern und Dungeons & Dragons auseinander und ist wesentlich von Lev Manovich's Buch The Language of New Media inspiriert. Der Autor wuchs mit Adventures, Interactive Fiction und Rätselspielen auf und rekurriert auf in jener Zeit aufkommende Begriff wie Interaktivität, Datenbank, Schnittstelle und Wirklichkeit. Ein PDF soll später bereitgestellt werden. (Schwedisch.)
Donnerstag, 12. November 2009
Ein Buch, viele Lesarten - CYOA-Visualisierung
Christian Swinehart's Website analysiert mögliche Lesewege von Interactive Fiction-Büchern und visualisiert die Ergebnisse mit modernen Netzwerkanalysetechniken, die ursprünglich aus der Elementarteilchenphysik stammen. Um solche "CYOA"-Erzählungen (Choose Your Own Adventure) handelt es sich bei Textadventures: An bestimmten Punkten verzweigt die Geschichte mit mehreren möglichen Fortführungen, die durch das erzählerische Netzwerk ineinander münden können. Vor der theorielastigen Beschäftigung mit Swinehart's Erkenntnissen ist ein praktischer Einstieg anhand eines Zork-Spielbuchs möglich. Äußerst entspannend wirken außerdem die Netzradar-Animationen der analysierten Titel. (Englisch.)
Samstag, 10. Oktober 2009
Zork I in die Musikcharts!
Zork I wandert durch die Musikszene: Der argentinische Musiker pifie vertonte den Walkthrough durch den Infocom-Klassiker Zork I mit E-Gitarre, Schlagzeug und Vocals. Aus den Kommentaren zum Blog-Eintrag geht hervor, dass Steve Meretzky einer der ersten Empfänger des Tracks war. Abweichend von Original-Lyrics erlaubt sich der Sänger des hypnotischen Songs in Anbetracht der Länge des Walkthroughs das abschließende Wort "I HATE GRUES". Abgesehen vom Refrain "This maze is twisty" (dieses Labyrinth ist verzwickt). Wer mit Rap mehr anfangen kann, sollte sich MC Frontalot - It Is Pitch Dark mit dem Thema "You are likely to be eaten by a Grue" ansehen.
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