Nach Frank Sorges Schreibwerkstätten für Schüler und Mario Donicks Ankündigung einer universitären Veranstaltung in Rostock hat Thomas Rau nun eine Ressourcensammlung für Interactive Fiction an der Schule geschaffen. Es enthält neben Links und einem Inform 7-Tutorial auch ein wachsendes Nachschlagewerk und didaktische Überlegungen für Lehrer. Schwerpunkt ist dabei der Informatikunterricht, wobei Raus entsprechender Blogbeitrag auch auf den Literatur- und Fremdsprachenunterricht eingeht. Der Einsatz des Autorensystems Inform 7 an der Schule wird im angelsächsischen Raum seit langem von den Entwicklern unterstützt, doch leider gibt es nur wenige Ressourcen und Erfahrungsberichte wie die herausragenden Seiten von Jeremiah McCall über historische Simulationen in der Schule. Dies wird sich im deutschsprachigen Raum nun hoffentlich ändern.Freitag, 4. Mai 2012
Interactive Fiction lehren
Nach Frank Sorges Schreibwerkstätten für Schüler und Mario Donicks Ankündigung einer universitären Veranstaltung in Rostock hat Thomas Rau nun eine Ressourcensammlung für Interactive Fiction an der Schule geschaffen. Es enthält neben Links und einem Inform 7-Tutorial auch ein wachsendes Nachschlagewerk und didaktische Überlegungen für Lehrer. Schwerpunkt ist dabei der Informatikunterricht, wobei Raus entsprechender Blogbeitrag auch auf den Literatur- und Fremdsprachenunterricht eingeht. Der Einsatz des Autorensystems Inform 7 an der Schule wird im angelsächsischen Raum seit langem von den Entwicklern unterstützt, doch leider gibt es nur wenige Ressourcen und Erfahrungsberichte wie die herausragenden Seiten von Jeremiah McCall über historische Simulationen in der Schule. Dies wird sich im deutschsprachigen Raum nun hoffentlich ändern.Dienstag, 10. April 2012
R.I.P. Jack Tramiel, Homecomputer-Pionier
Vorgestern verstarb der Commodore 64-Erfinder Jack Tramiel im Alter von 84 Jahren im kalifornischen Monte Sereno. Der polnische Auswanderer gründete 1954 die Commodore Business Machines International (CBM) in Toronto, um US-amerikanische Importbeschränkungen zu unterlaufen. Mit 30 Millionen verkauften Exemplaren des legendären Commodore 64-Homecomputers brachte er 1982 den bis heute erfolgreichsten Homecomputer der Welt auf den Markt, der jüngst eine Neuauflage erfahren hat. Nachdem er 1984 aus seiner Firma gedrängt wurde, kaufte er die Spielkonsolenfirma Atari auf und entwickelte die nicht weniger legendäre Atari ST-Reihe. Mehr als ein Viertel aller in dieser Datenbank verzeichneten Abenteuer wurden für den Commodore 64, Atari ST oder Atari XL/XE erstellt.Samstag, 7. April 2012
Spring Thing 2012
Die Spiele der Spring Thing-Competition 2012 sind veröffentlicht worden. Dieses Jahr gibt es vier Beiträge zum Wettbewerb, die man einzeln oder im Paket herunterladen kann. Die Spiele können noch bis zum 6. Mai 2012 bewertet werden. Im letzten Jahr gewann Michael Gentry den Wettbewerb mit seinem Fantasy-Spiel »The Lost Islands of Alabaz«.
Montag, 26. März 2012
Interaktive Lesung in Berlin
Diese Woche gibt es auch in Berlin die Gelegenheit Interactive Fiction live zu erleben. Am Mittwochabend, den 28. März, lädt ifwizz zu einer interaktiven Lesung im Stadtteil Gesundbrunnen, bei der ein deutschsprachiges Spiel gelesen wird. Los geht's um 20 Uhr in der Fos Café-Bar (kurz: "F"). Wir freuen uns auf einen interaktiven Abend in lauschiger Bar-Atmosphäre.Fos Café-Bar, Grüntaler Straße 9 (S+U Bhf. Gesundbrunnen)
Donnerstag, 15. März 2012
München: The Small Underground Empire
Public Gaming in München: Ab heute werden jeden Donnerstag Abend Spiele über Beamer gezockt »bis der Grue kommt«. Heute ist nochmals die Aufführung der GET LAMP-Filmdokumentation über Interactive Fiction dran, die einige Leute auf der Münchner IF-Veranstaltung im Mai 2011 verpasst haben. Eingeladen ist jeder, der Zeit und Lust auf IF hat!Montag, 6. Februar 2012
Online-Version der T.A.G.-Spiele
Spiele, die mit dem T.A.G-System von Martin Oehm erstell wurden, können nun online gespielt werden. Die aktuelle Version der Java-Portierung der DOSBox - kurz JDosBox - macht es möglich, die Spiele in einem JavaApplet zu präsentieren. Es soll auch in Browserns von mobilen Geräten funktionieren. Einziger Wermutstropfen: Derzeit kann die amerikanische Tastatur noch nicht auf eine deutsche umgestellt werden. Aber was wären Textadventures, wenn ein Ö nicht auch als OE eingegeben werden könnte... Viel Spaß beim Spielen!Montag, 23. Januar 2012
XYZZY Awards 2012 und Ten Room Minicomp
Außerdem kündigte David Cornelson, Erfinder der Speed-IFs, die Ten Room Web IF Game Mini Competition an. Bis 1. Februar 2012 müssen Spiele angemeldet werden, bis 15. März in einer Betaversion eingereicht. Die Finalrunde mit Bewertungsmöglichkeiten beginnt am 30. April, der Sieger wird am 15. März 2012 auf der (noch leeren) offiziellen Website geehrt.
Mittwoch, 30. November 2011
Ein T.A.G. in den Höhlen von Karn
In Martin Oehms Die Höhlen von Karn von 1999, einer »Schatzsuche in einer unterirdischen Welt voller Magie, ähnlich der Zork-Trilogie«, spiegeln sich die frühen Entwicklungen der deutschsprachigen IF-Szene, der die heutige Szene ihre Existenz verdankt. Versuch der Rekonstruktion an einem Artefakt.Mittwoch, 23. November 2011
Herbstlaub ist gefallen!
Die Deadline für den von Marius Müller organisierten Spring Thing »Herbstlaub« für deutschsprachige Spiele ist heute Nacht verstrichen, zwei Spiele wurden eingereicht:– Homunculus von Michael Baltes;
– Dr. Kong in: Exploding Poodle Inevitable von A W.
Wie lange bewertet werden kann, wird noch bekannt gegeben.
Edit 25.11.2011: Die Website in online!
Dienstag, 1. November 2011
2012 IGF Pirate Kart
Gestern wurde die 2012 IGF Pirate Kart als Beitrag auf der 2012 Independent Games Festival Main Competition eingereicht. Die über 300 kurzfristig umgesetzten Indie-Spiele enthalten auch 15 kurze Textadventures und Multiple-Choice-Abenteuer, die fast durchweg mit dem Medium spielen. Zu den Highlights gehören Don't Pee Yourself!, das sich angelehnt an das Flash-Echtzeit-Abenteuer Don't Shit Your Pants satirisch über die »pedantische und oft langweilige Natur von IF« auslässt; die Encyclopedia Fuckme and the Case of the Vanishing Entree spielt in einer explizit pornografischen Sprache mit den Möglichkeiten einer Multiple-Choice-Geschichte und das quelloffene Echtzeit-Zombie-Survival-Abenteuer From A to Z and Back Again bringt den Z-Code an den Rand seiner Möglichkeiten. Die meist kurzen und ungeschliffenen Spiele sind jedenfalls einen Blick wert!Montag, 24. Oktober 2011
IF-Comp 2011 Reviews
Reviews of IF Comp 2011 games in German language: - PataNoir by Simon Christiansen (Glulx);
- Cana According to Micah by »Rev. Dr. Stephen Dawson« (Z-Code);
- Tenth Plague by Lynnea Dally (Z-Code);
- Andromeda Awakening by Marco Innocenti (Z-Code);
- Cursed by Nick Rogers (Adrift);
- The Elfen Maiden by Adam Le Doux (Z-Code);
- It by Emily Boegheim (TADS);
- Escape From Santaland by Jason Ermer (Z-Code);
- The Play by Deirdra Kiai (Undum);
- Beet the Devil by Carolyn VanEseltine (Glulx);
- How Suzy Got Her Powers by David Whyld (Adrift);
- Six by Wade Clarke (Glulx);
- The Myothian Falcon by Andy Joel (Quest);
- Blind by Andrew Metzger (TADS);
- Fan Interference by Andrew Schultz (Glulx);
- Ted Paladin And The Case Of The Abandoned House by Anssi Räisänen (Alan);
- Sentencing Mr Liddell by I.-K. Huuhtanen (Glulx);
- Return to Camelot by Finn Rosenløv (Adrift);
- Cold Iron by »Lyman Clive Charles« (Z-Code);
- Last Day of Summer by Cameron Fox (Z-Code);
- Keepsake by »Savaric« (Z-Code);
- Calm by Joey Jones und Melvin Rangasamy (Glulx);
- Death of Schlig by Peter Timony (Glulx);
- The Life (and Deaths) of Doctor M by Edmund Wells (Glulx);
- The Guardian by Lutein Hawthorne (Z-Code);
- Professor Frank by Laurence Kilday (Z-Code);
- The Hours by Robert Patten (Glulx);
- Ship of Whimsy by U. N. Owen (Z-Code);
- Playing Games by Pam Comfite (Glulx);
- Fog Convict by Andrew Metzger (TADS);
- The Binary by Bloomengine (Online);
- Luster by Jared Smith (Glulx);
- Dead Hotel by Comazombie (Windows);
- Vestiges by Josephine Wynter (Z-Code);
- Operation Extraction by Ming-Yee Iu (HTML);
- Awake the Mighty Dread by Lyle Skains (Glulx).
Samstag, 15. Oktober 2011
Neue Spiele für den grauen Herbst
Ab 22. November 2011 dürfen wir gespannt sein auf die Herbstlaub-Spiele, bis dahin sind wir gleich mit zwei Spielen um Frank Sorge, einem Münchner Leckerbissen in englischer Sprache und einem Dachbodenfund von 1996 neu versorgt.
Im Fernsehabend erlebt der Spieler eine Reise durch die Serienwelt der Glotze, aus der er in vier Episoden wieder heraus sucht. Dieses literarische Werkstattprojekt des Berliner Schriftstellers Frank Sorge förderte noch seine Vorgeschichte vom Sommer 2009 zutage: Zwei der Autorinnen gestalteten damals bereits die üppigen Räumlichkeiten in der Werkstattgeschichte Das interaktive Labor, das nun auch der Öffentlichkeit zugänglich ist. Aus dem Dachboden außerdem aufgetaucht ist nach fünfzehn Jahren der kurze DOS-Krimi Adventure von 1996 eines anonymen Autors.
Bereits im Mai 2011 wurde auf einem Münchner IF-Event in einem öffentlichen Gaming eine Verschwörung aufgedeckt. Dr. Kong in: Plan DSDS from practice space löst seinen ersten Fall. Es kann nicht nur mit vielen Feelies heruntergeladen werden, eine limitierte Auflage wird vom Event-Veranstalter volxvergnuegen auch zum Selbstkostenpreis von vier Euro pro Exemplar verkauft.
Bis die Herbstlaub-Beiträge erscheinen, können zudem bis 15. November sagenhafte 38 Beiträge der laufenden IF-Comp bewertet werden. In diesem Jahr sind besonders viele Krimis dabei, aber auch herausragende Fantasy- und Science Fiction-Geschichten – und wie im vergangenen Jahr – einige Biblische Themen. Langweilig wird es im Herbst jedenfalls nicht.
Sonntag, 2. Oktober 2011
IF-Comp 2011-Beiträge online
Die Interactive Fiction Competition 2011 ist nun auch für Juroren eröffnet: 38 Spiele stehen zum Download bereit und warten auf ihre Bewertung. Die meisten Z-Code- und Glulx-Spiele lassen sich auch online spielen. Neben einigen bekannten Namen sind auch in diesem Jahr überwiegend neue Autoren dabei. Die Bewertungsphase endet am 15. November 2011. In unserer Datenbank können die Spiele rezensiert werden (Login erforderlich).Montag, 16. Mai 2011
Michael Gentry gewinnt die Spring Thing-Comp
The Lost Islands of Alabaz von Michael Gentry gewinnt die Spring Thing-Competition 2011. Das Spiel, das Gentry vor allem für seine eigenen Kinder entwickelte, erzählt eine Abenteuergeschichte über das Inselreich Alabaz. Als junger Ritter soll der Spieler herausfinden, was es mit dem mysteriösen Nebel auf sich hat, der vor langer Zeit die Inseln des Königreichs voneinander trennte.
Alle Spiele der Competition mit ihrer durchschnittlichen Bewertung:
Platz 1: The Lost Islands of Alabaz von Michael Gentry (6.58)
Platz 2: Bonehead von Sean M. Shore (6.33)
Platz 3: Wetlands von Clara Raubertas (6.21)
Platz 4: Mentula Macanus: Apocolocyntosis von Adam Thornton und Drunken Bastard (6.17)
Platz 5: The Promise von Sean Huxter (5.92)
Platz 6: Hallow Eve von Michael Wayne Phipps Jr. (4.46)
Sonntag, 15. Mai 2011
Interactive Fiction im c't
Die aktuelle Ausgabe der Computerzeitschrift c't beschäftigt sich in einem Schwerpunkt mit HTML5. In einer Kurzvorstellung gängiger Frameworks und Bibliotheken werden auch Spiele-Engines vorgestellt. Den Anfang macht ungewöhnlicherweise Parchment, der JavaScript-basierte Interpreter für Z-Code-Spiele:»Die Vorgeschichte von Parchment reicht ins Präkambrium des Internetzeitalters zurück – ins Jahr 1979. Damals entstand eine der ersten Spiele-Engines überhaupt, die Z-Machine. Dieser in den 80er Jahren verbreitete Interpreter von Text-Abenteuern erfreut sich unter den Autoren von »interactive fiction« ungebrochener Popularität. Parchment bringt seit 2008 diese steuerbaren Geschichten ins Web. Dafür bedient es sich eines in JavaScript geschriebenen Z-Machine-Interpreters, der unter anderem auf jQuery aufbaut, und einer zeitgemäßen HTML5-Oberfläche. Mehr als 500 Abenteuer und Geschichten warten unter der oben genannten Adresse auf Spieler beziehungsweise Leser. Wer dagegen eigene Schatzhöhlen und Spukhäuser auf seinem Webserver gründen will, lade sich Parchment.«1
Schade, deutschsprachige Spiele finden überhaupt keine Erwähnung und die Überleitung zu spektakulären Animations- und 3D-Brüllern wie Impact, Akihabara oder Crafty wirkt platt: »Bei den meisten Spielen soll jedoch ein bisschen mehr auf dem Bildschirm passieren als die Ein- und Ausgabe von Text.«1
1 Herbert Braun und Volker Zota: Web-Werker – Frameworks und Bibliotheken erleichtern den Umgang mit HTML5, c't 11/2011 vom 9.5.2011, S. 155.





